Patrlcia Beysens - zang
Frank Yerixuysse - piano
Dick van der Harst - bandoneon
Michtel Weidner - cello
Tcha Limberger - viool, klarinet, fluit
gasten: Jan Van Looy - piano (7), Pïeter Embreehts - zang (24)
Arrangementen en muzikale productie: Dick van der Harst
Wenig bleibt von einer grossen Liebe
in den Zimmern, wo sie wohnhaft war.
Nichts geschieht mit einem Bett, das bliebe.
Nur am Spiegel krümmt sich noch ein Haar.
Fort sind längst die Bücher, die sie lasen,
weil ein andrer andre Bücher hat.
Andre Blumen stehn in andren Vasen,
und das Tischtuch ïst nur weiss und glatt.
Selbst die hellen Flecke an den Wänden
zeigen nur, dafi dort ein Bildnis hing.
Fort ist jede Spur von ihren Händen,
weil ein Staubtuch über alles ging.
Nichts ist da, was noch für Dritte bliebe,
was ein fremdes Auge ganz versteht.
Aber alle Zeichen liest die Liebe,
wenn sie suchend durch die Zimmer geht.
Meine Herren, meine Mutter prägte
Auf mich einst ein schlimmes Wort:
Ich würde enden im Schauhaus
Oder an einem noch schlimmern Ort.
Ja, so ein Wort, das ist leicht gesagt,
Aber ich sage euch: Daraus wird nichts!
Das könnt ihr nicht machen mit mir!
Was aus mir noch wird, das werdet ihr schon sehen!
Ein Mensch ist kein Tier!
Denn wie man sich bettet, so liegt man
Es deckt einen da keiner zu
Und wenn einer tritt, dann bin ich es
Und wird einer getreten, dann bist's du.
Denn wie man sich bettet, so liegt man
Es deckt einen da keiner zu
Und wenn einer tritt, dann bin ich es
Und wird einer getreten, dann bist's du.
Meine Herren, mein Freund, der sagte
Mir damals ins Gesicht:
"Das Größte auf Erden sei Liebe"
Und "An morgen denkt man da nicht."
Ja, Liebe, das ist leicht gesagt:
Aber wenn man täglich älter wird
Da wird nicht nach Liebe gefragt
Da muß man seine kurze Zeit benützen
Ein Mensch ist kein Tier!
Denn wie man sich bettet, so liegt man
Es deckt einen da keiner zu
Und wenn einer tritt, dann bin ich es
Und wird einer getreten, dann bist's du.
Denn wie man sich bettet, so liegt man
Es deckt einen da keiner zu
Und wenn einer tritt, dann bin ich es
Und wird einer getreten, dann bist's du
Alles, was wahr ist,
kann leise sein.
Leise reifen die Früchte.
Blätter fallen still.
Stumm deckt der Schnee sie,
sacht friert der See ein -
Tod kommt wie Schlaf
Zeugung ist schweigend.
Sonnenlicht schreit nicht.
Niemand hört es, wenn der Schnee vergeht.
Alle Gräser kommen aus der Erde -
stumm.
Wenn sich Blüten öffnen,
dröhnt es nicht.
Alles, was wahr ist,
kann leise sein.
Für unser Ohr.
Kein Mensch kann hören,
was die Eule hört.
Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre
Ich bin doch zu schade für einen allein.
Wenn ich jetzt grad hier Treue schwöre
Wird wieder ein anderer ganz unglücklich sein.
Ja, soll denn etwas so Schönes nur einem gefallen?
Die Sonn
Ich weiß nicht zu wem ich gehöre
Ich bin doch zu schade für eine allein
Wenn ich jetzt grad dir Treue schwöre
Wird wieder ′ne andre ganz unglücklich sein
Ja soll denn so etwas Schönes nur einer gefallen
Die Sonne, die Sterne gehör'n doch auch allen
Ich weiß nicht zu wem ich gehöre
Ich glaub′, ich gehör' nur mir selbst ganz allein
Ich weiß nicht zu wem ich gehöre
Ich bin doch zu schade für eine allein
Wenn ich jetzt grad dir Treue schwöre
Wird wieder 'ne andere ganz unglücklich sein
Ja soll denn so etwas schönes nur einer gefallen
Die Sonne, die Sterne gehör′n doch auch allen
Ich weiß nicht zu wem ich gehöre
Ich glaub′, ich gehör' nur mir selbst ganz allein
Mutter goddams puff in mandelay
Sieben bretter an der grunen see
Goddam, was ist das fur'n etablissement
Da stehen schon funf zehn die bretterwand entlang
In der hand die uhr und mit hohe
Gibt's denn nur ein mensch in mandelay
Menschen sind das schonste auf der welt
Denn sie sind zum teufel wert ihr geld
Und es ware alles einfach in der ordnung
Wenn der mensch der drinn'ist, nicht so langsam ware
Nehmt dem browning, schiesst mal durch das turchen
Denn der mensch, der drinnen, hindert den verkehr
Rascher, johnny he! rascher, johnny he!
Stimm't ihn an, den song von mandelay
Liebe, die ist doch an zeit nicht gebunden
Johnny, mach rasch, denn hier geht's um sekunden
Ewing nicht stehet der mond uber dir, mandelay
Ewing nicht stehet der mond uber dir
Mutter goddams puff in mandelay
Jetzt ruht uber dir die grunen see
Goddam, was ist das fur'n etablissement
Jetzt stehen keine funf mehr die bretterwand entlang
Wenn du nicht da bist,
hab ich noch immer,
was du gesagt hast
und dein Gesicht.
Von deinen Worten
behalt ich am längsten
die leisen.
Fast ihren Klang nur,
das Streicheln.
Dann sind da solche,
die weh tun,
- schwer zu vergessen.
Von den Gesprächen wird bleiben,
nur was uns neu war.
Wo die Gedanken sich trafen.
Da ist der Klang deiner Stimme
am wenigsten weiblich, aber
sehr menschlich.
Nie zu vergessen ist dein Gesicht.
Schönheit vergisst man mitunter
durch Nähe.
Mir aber ist dein Gesicht
so lebendig wie die Erde.
So sehr
sind Gesichter selten.
Wenn du nicht da bist,
weiß ich ganz sicher,
was du gesagt hast
und dein Gesicht
Es war einmal eine Glocke,
die machte baum, baum
Und es war einmal eine Flocke,
die fiel dazu wie im Traum
Die fiel dazu wie im Traum
Die sank so leis hernieder,
wie ein Stück Engleingefieder
aus dem silbernen Sternenraum.
Es war einmal eine Glocke,
die machte baum, baum
Und dazu fiel eine Flocke,
so leis als wie ein Traum
So leis als wie ein Traum
Und als vieltausend gefallen leis,
da war die ganze Erde weiß,
als wie von Engleinflaum.
Da war die ganze Erde weiß,
als wie von Engleinflaum.
Sie sind sehr wirkungsvoll gebaut
und haben ausgesuchte Haut.
Was mag der Meter kosten?
Sie sind an allen Ecken rund.
Sie sind bemalt, damit der Mund
und die Figur nicht rosten.
Ihr Duft erinnert an Gebäck.
Das Duften ist ihr Lebenszweck,
vom Scheitel bis zur Zehe.
Bis beide je ein Mann mit Geld
in seine gute Stube stellt.
Das nennt man dann Die Ehe.
Sie knabbern Pralinees und Zeit;
von ihren Männern, Hut und Kleid
und keine Kinder kriegend.
So leben sie im Grunde nur
als 44er Figur,
teils sitzend und teils liegend.
Ihr Kopf ist hübsch und ziemlich hohl.
Sie fühlen sich trotzdem sehr wohl.
Was läßt sich daraus schließen?
Man schaut sie sich zwar gerne an,
doch ganz gefielen sie erst dann,
wenn sie das Reden ließen.
Die Verhältnisse,
in denen du
nichts Neues über dich
erfährst,
die Verhältnisse,
die dich kleiner machen
als deine Freunde
dich kennen,
die Verhältnisse,
in denen du
den Kopf einziehen
und die Knie beugen musst,
um stehen zu bleiben -
diese Verhältnisse
musst du
verändern oder
verlassen.
Ein schwarzes Vöglein fliegt über die Welt,
das singt so todestraurig ...
Wer es hört, der hört nichts anderes mehr,
wer es hört, der tut sich ein Leides an,
der mag keine Sonne mehr schauen.
Allmitternacht, Allmitternacht
ruht es sich aus auf dem Finger des Tods.
Der streichelt's leis und spricht ihm zu:
"Flieg, mein Vögelein! flieg, mein Vögelein!"
Und wieder fliegt's flötend über die Welt.
Eine zarte, alte Dame sitzt
bei angenehmen Wetter
in dem alten Bürgerpark
immer auf demselben Platze
unter einer Ulme Schatten
stets mit einer Handarbeit.
Um die
Ekke etwas später
sieht man einen Herren wandeln,
der sich zu der Dame setzt.
Und sie plaudern zart und leise
lächeln beide auch zuweilen
und die alten Dame nickt.
Artigkeiten sagt der Alte
ganz verschämt der Silberweissen,
und sie lasst die Arbeit ruh'n.
Dieser kleine Intermezzo
sieht man täglich um die Stunde,
wenn die Mittagsglokke schlägt.
Sie war seine erste Liebe
hat sie wieder hier getroffen...
alle andern schlummern schon.
Und sie reden von den Zeiten,
wie sie beiden jung gewesen
eine Amsel singt im Baum.
Doch der Winter wollte kommen
draussen wurde rauhes Wetter.
Und er sagt zu ihr: "Adieu!
Also bis zum nächtsten Jahre
hier an unsern alten Platze"
Und sie lächelt: "Ja, vielleicht,
Vielleicht."
Mutter Beimlein hat ein Holzbein
Damit kann sie ganz gut geh'n
Und mit 'nem Schuh und wenn wir brav sind
Dürfen wir das Holzbein seh'n!
In dem Bein, da ist ein Nagel
Und da hängt sie den Hausschlüssel dran
Dass sie ihn, wenn sie vom Wirtshaus heimkommt
Auch im Dunkeln finden kann!
Wenn Mutter Beimlein auf den Strich geht
Und sie bringt 'nen Freier nach Haus'
Dreht sie das Elektrische, bevor sie aufschließt
Auf'm Treppenabsatz aus!
Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das? vielleicht dein Lebensglück...
vorbei, verweht, nie wieder.
Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang,
die dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hasts gefunden,
nur für Sekunden...
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider;
Was war das? kein Mensch dreht die Zeit zurück...
Vorbei, verweht, nie wieder.
Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.
Es sieht hinüber
und zieht vorüber...
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider.
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.
Es war einmal ein Elefant
Der hatte keinen Verstand
Drum schleppte er auf Befehl
Zwanzig Baume statt zwei
Und brach ein Bein dabei
Ein Dummkopf, meiner Seel
Es war einmal ein Pferd,
das war nicht sehr viel wert.
Für das Rennen war es zu dumm,
vor den Wagen gespannt, fiel es um.
Da wurde es Politiker.
Es ist jetzt hoch, hoch geehrt.
Wir müssen vor Hoffnung verrückt sein
Marie, du dunkle Sonne
Dass wir dich warfen in diese Welt
Schlaf ein, du Dickmadonne
Schlaf ein mit einem hellen Traum
Von Milch und nassen Küssen
Du wirst noch bald genug aus dei
Ner Wiege steigen (Müssen müssen)
Wir müssen vor Hoffnung verrückt sein
Marie, du dunkle Sonne
Dass wir dich warfen in diese Welt
Schlaf ein, du Dickmadonne
Schlaf ein mit einem hellen Traum
Von Milch und nassen Küssen
Du wirst noch bald genug aus dei
Ner Wiege steigen müssen (Müssen müssen)
Marie, deine Wiege ist bemalt
Mit Blumenangebindchen
In dieser Kiste lagen schon
Viel allerliebste Kindchen
Aus Tannenholz stabil gebaut
Ist deine schöne Wiegen
Es könnten nochmal hundert Jahr
Die Menschlein in ihr liegen (Liegen liegen)
Um deine Wiege drumherum
Wuchert die Waffenwälder
Du liegst im Schlachtfeld mittendrin
Marie, und bist du älter
Wird keine Luft zum Atmen sein
Und nichts mehr da zum Essen
Die Erde wird uns Menschenvolk
Wohl ganz und gar vergessen (Vergessen vergessen)
Ja von uns allen, von dir, von mir
Von all den Menschentieren
Wird keines mehr geboren hier
Wird keines mehr krepieren
Die Erde wird ein öder Stern
Wie andre öde Sterne
Und wenn ich daran denk, Marie
Dann leb ich nicht mehr gerne (Gerne gerne)
Wir müssen vor Hoffnung verrückt sein
Marie, du dunkle Sonne
Dass wir dich warfen in diese Welt
Schlaf ein, du Dickmadonne
Schlaf ein mit einem hellen Traum
Von Milch und nassen Küssen
Du wirst noch bald genug aus dei
Ner Wiege steigen müssen (Müssen müssen)
Vielleicht vergeht uns so der Rest der Jahre?
Vielleicht vergehn die Schatten, die uns störten?
Und die Gerüchte, die wir kürzlich hörten
Die finster waren, waren nicht das Wahre.
Vielleicht, daß sie uns noch einmal vergessen
So wie wir gern auch sie vergessen hätten.
Wir setzen uns vielleicht noch oft zum Essen.
Vielleicht sterben wir noch in unseren Betten?
Vielleicht, daß sie uns nicht verdammen, sondern loben?
Vielleicht gibt uns die Nacht sogar das Licht her?
Vielleicht bleibt dieser Mond einst voll und wechselt nicht mehr?
Vielleicht fällt Regen doch von unten nach oben!
Du kleiner Kasten, den ich flüchtend trug
Daß seine Lampen mir auch nicht zerbrächen
Besorgt vom Haus zum Schiff, vom Schiff zum Zug
Daß meine Feinde weiter zu mir sprächen
An meinem Lager und zu meiner Pein
Der letzten nachts, der ersten in der Früh
Von ihren Siegen und von meiner Müh:
Versprich mir, nicht auf einmal stumm zu sein!
Man hat uns nicht gefragt, als wir noch kein Gesicht
Ob wir leben wollten oder lieber nicht
Jetzt gehe ich allein, durch eine große Stadt
Und ich weiß nicht, ob sie mich lieb hat
Ich schaue in die Stuben durch Tür und Fensterglas
Und ich warte und ich warte auf etwas
Wenn ich mir was wünschen dürfte
Käm ich in Verlegenheit
Was ich mir denn wünschen sollte
Eine schlimme oder gute Zeit
Wenn ich mir was wünschen dürfte
Möcht ich etwas glücklich sein
Denn wenn ich gar zu glücklich wär
Hätt ich Heimweh nach dem Traurigsein
Wenn ich mir was wünschen dürfte
Käm ich in Verlegenheit
Was ich mir denn wünschen sollte
Eine schlimme oder gute Zeit
Wenn ich mir was wünschen dürfte
Möcht ich etwas glücklich sein
Denn wenn ich gar zu glücklich wär
Hätt ich Heimweh nach dem Traurigsein
Lass uns nicht auseinandergehn
wie Leute,
die ein schlechtes Geschäft
gemacht haben.
So nah
sind wir uns nur gekommen,
weil wir uns sonst
nicht erkennen konnten.
Wenn du von Betrug reden willst,
rede von Selbstbetrug.
Wenn wir etwas verloren haben,
sind es Illusionen.
Was wir gewonnen haben,
sind Erfahrungen.
Enttauscht sind wir nur
von uns selber.
Dass wir uns trennen,
liegt daran,
dass wir ehrlich waren.
Lass uns nicht auseinandergehn,
als ob wir
ein schlechtes Geschaft gemacht hatten.
Dies ist ein Sonntag Vormittag;
wir lehnen so zum Spaße
leicht ermüdet zum Fenster hinaus
und sehen auf die Straße.
Die Sonne scheint. Das Leben rinnt.
Ein kleiner Hund, ein dickes Kind …
Wir haben uns gefunden
für Tage, Wochen, Monate
und für Stunden – für Stunden.
Ich, der Mann, denke mir nichts.
Heut kann ich zu Hause bleiben,
heute geh ich nicht ins Büro –
… an die Steuer muß ich noch schreiben …
Wie viel Uhr? Ich weiß nicht genau.
Sie ist zu mir wie eine Frau,
ich fühl mich ihr verbunden
für Tage, Wochen, Monate
und für Stunden – für Stunden.
Ich, die Frau, bin gern bei ihm.
Von Heiraten wird nicht gesprochen.
Aber eines Tages will ich ihn mir
ganz und gar unterjochen.
Die Dicke, daneben auf ihrem Balkon,
gibt ihrem Kinde einen Bonbon
und spielt mit ihren Hunden …
So soll mein Leben auch einmal sein –
und nicht nur für Stunden – für Stunden.
Von Kopf zu Kopf umfließt uns ein Strom;
noch sind wir ein Abenteuer.
Eines Tages trennen wir uns,
eine andere kommt … ein neuer …
Oder wir bleiben für immer zusammen;
dann erlöschen die großen Flammen,
Gewohnheit wird, was Liebe war.
Und nur in seltenen Sekunden
blitzt Erinnerung auf an ein schönes Jahr,
und an Stunden – an glückliche Stunden